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Stadtteil Goldgrube

Ein Ort der Gegensätze und Wandlungen
Der Koblenzer Stadtteil „Goldgrube" macht seinem Namen alle Ehre

„Drum, ihr Goldgräber sucht! Und In jedem Haus der ,,Goldgrub“ grabt goldige Menschen ihr aus. Sucht behutsam und lächelnd und mit viel Geduld! Ihr wisst ja: gar häufig sind Schlacken dran Schuld, wenn man das Gold nicht gleich entdeckt, das unter der harten Kruste steckt."
Ganz so, wie es dieses alte Gedicht , zum Ausdruck bringen will, könnte man den traditionsreichen Koblenzer Stadtteil mit denn charakteristischen Namen „Goldgrube" beschreiben, Auch wenn die Menschen hier nicht auf Goldadern sit­zen, sind sie mit, ihrer Hei­mat durchweg zufrieden, denn sie haben sich im Lau­fe vieler Jahre ein Wohnre­vier geschaffen,. in dem es sich gut leben lässt. Nach dem heutigen, Ver­ständnis umfasst die Gold­grobe das Gebiet zwischen B 9, der Moselstrecke der Bundesbahn und der Beatusstraße, wobei allerdings der westliche Teil etwa ab der Foelixstraße zu Mosel­weiß gehört.
Der Name, wie nicht anders zu erwarten, birgt natürlich Symbolik in sich. Er stammt von einer alten Flurbe­zeichnung, die es schon vor 500 Jahren gab und leitet sich vonden in, der leichten Vertiefung liegenden, fruchtbaren Äckern und Weinbergen ab. Die Geschichte des 1397 erstmals urkundlich er­wähnte Stadtteils wurde von vielen Höhen und Tiefen ge­prägt: Die römischen Le­gionäre, die im ersten nach­christlichen Jahrhundert auf der Römer-/Löhrstraße in Richtung ihres Kastells auf dem Münzplatz marschier­ten, werden dem Gebiet der heutigen Goldgrube wohl kaum Beachtung geschenkt habe. In spätrömischer und frän­kischer Zeit darf man be­reits von einer landwirt­schaftlichen Nutzung; des Raumes zwischen alter Rö­merstraße, Karthause und Mosel ausgehen. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Ortslage bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Schatten der Koblenzer Er­eignisse stand. Kaum verwunderlich also, dass sie bis Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend unbewohnt war. Erst 1902 hatte die Stadt feste Pläne für die Bebauung dieses Viertels. Allerdings muss­ten ganze zwei Jahrzehnte vergehen, bis man von Sei­ten der Bürger die hohe Wohnqualität der Goldgru­be entdeckte und dementsprechend agierte.
Die ersten Häuserzeilen ent­standen und um 1920 bil­dete sich um' den Over­bergplatz (der heute als „Grüne Lunge" dient) ein weiteres Wohngebiet: Von 1928 bis 1930 entstanden insgesamt 251 Wohnungen, was wesentlich zur Linde­rung des Wohnungsnot­standes der Stadt Koblenz beitrug.
Charakteristisch für die Stadtentwicklung ist insbe­sondere der Zentralfriedhof sowie der imposante Neu­barockbau des Waisenhau­ses St. Barbara und die Thielenschule. In den dreißiger Jahren wur­de das Einkaufszentrum „Warenhof" errichtet und langsam siedelten sich ver­schiedene Läden wie Metzger, Bäcker, Friseur und ein Schreibwarengeschäft an. ­Der Bau zweier Schulen (Overberg- und Pestalozzi­schule) und das Beatusbad folgten.
Doch was schnell aufgebaut wurde, wurde auch rasch wieder zerstört. Im Juni 1940 fielen in Koblenz die ersten Bomben (zunächst in Ehrenbreitstein) und am 22. April 1944 verursachte ein Luftangriff erhebliche Schäden in der Fröbel- und Pestalozzistraße. Zwei weitere Angriffe im September und Oktober entfachten Großbrände im Umfeld der Gleisanlagen.
Allerdings kam dank dem Engagement der Bewohner das zivile Leben in der Goldgrube rasch wieder in Gang.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Eigenart der Goldgrube sich an vielen Elementen festmachen lässt. Neben dem Overbergplatz und der Citynähe fällt dem Besucher eine recht unterschiedliche Bebauung auf. Einerseits tritt der Charakter einer Gartenstadt hervor, andererseits wird man häu­fig von zwei- bis dreistö­ckigen Wohnblocks über­rascht. Die Gegenwart der Gold­grube ist insbesondere ge­prägt, durch Verkehrspro­bleme. Allerdings war der Bau der Kurt-Schumacher­Brücke ein wichtiger Schritt zur Lösung des Problems. Auch die gute ökumenische Zusammenarbeit der den Kirchen ist hervorzuheben. Die katholische Pfarrei St. Franziskus ist Begegnungs­stätte für sowohl Protestan­ten, Katholiken und die kroatische Mission. Es versteht sich also von selbst, dass in solch einer lebendigen Gegend das Gemeinschaftsleben viel Freu­de bereitet. Heute haben rund 4 700 Menschen hier, in einem der schönsten Stadtteile von Koblenz, ihre Heimat gefunden.
Koblenzer Schängel vom 21.07.04

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Altenheim St. Barbara, ehemals Waisenhaus

 

Brüderkrankenhaus St. Josef

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Ausblick vom Ford Konstatin Richtung Goldgrube

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Beatusbad

 

Eingang zum Hauptfriedhof

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Kirche St. Franziskus

 

Lindenstaße

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Overberg Hauptschule

 

Pestalozzi Grundschule

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Spielplatz am Beatusbad

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Spielplatz in der Bogenstraße

 

Spielplatz an der Johannes-Junglas-Siedlung